Funktionsweise einer Wallet

Funktionsweise einer Wallet

Um zu verstehen, warum in der Wallet nicht die Kryptowährung gespeichert wird, sondern lediglich die Informationen, die notwendig sind, um den Zugang zu der Währung zu erhalten, ist zunächst erforderlich, dass man sich klar macht, wie bei Kryptowährungen überhaupt Geld von einer Person an eine andere Person übermittelt werden kann. 

In der Welt der physischen Währungen läuft der Vorgang der Geldübermittlung in der Regel so ab, dass beide Parteien ein Konto bei einer Bank eröffnen. Diese teilt dann dem Bankkunden eine einzigartige Kontonummer mit. Wird nun Geld an von dem einen Konto an das andere Konto mit der Kontonummer überwiesen, ist sichergestellt, dass diese Kontonummer nur zu einer Person gehört und zwar zu derjenigen, die das Geld erhalten soll. Dies kann aber nur dadurch funktionieren, dass es eine zentrale Einheit (hier die Bank) gibt, die die Kontonummern verwaltet und verhindert, dass dieselbe Kontonummer zweimal vergeben wird. 

Bei Kryptowährungen gibt es eine solche zentrale Einheit jedoch gerade nicht. Die Dezentralität stellt eben gerade ein besonderes Merkmal dar, sodass es keine Datenbank gibt, die abgleicht ob eine Adresse bereits vergeben wurde. Wird hier ein neues „Konto“ angelegt, erfolgt die Zuteilung der zugehörigen „Kontonummer“ nach dem Zufallsprinzip. 

Bei einer Kryptowährung bezeichnet man diese „Kontonummer“ als sog. public adress (engl. für: „öffentliche Adresse“). Möchte jemand z.B. Bitcoins überweisen, braucht er also eine solche Adresse.  Wird diese Adresse angelegt (also ein „Konto“ in der Wallet eröffnet), entstehen zwei Schlüssel – ein sog. public key und ein private key. 

Im Falle von Bitcoin gibt es für die Generierung des private keys 2 hoch 256 Möglichkeiten.
Dies entspricht 

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Fazit

Es ist also festzuhalten, dass die public adress die Empfangsadresse eines Kontos ist. Damit Zahlungen von einem anderen Nutzer empfangen werden können, muss diese öffentlich sein und der Überweisungswillige muss die public adress kennen. Es ist nur möglich die gespeicherten Kryptowährungen tatsächlich auszugeben, wenn man Zugriff auf den private key hat.  Der private key ist also derjenige, der in der Wallet gespeichert wird. Dementsprechend ist es besonders wichtig, dass der private key stets geheim gehalten wird und auf keinen Fall abhandenkommt. Kommt es zu einem Verlust des private keys, kann auch ein legitimer Besitzer das Geld in der Wallet nicht mehr kontrollieren.

 

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verschiedener Möglichkeiten für einen einzigartigen private Key. Der private key ist vergleichbar mit einem Passwort. Dieses Passwort ist notwendig, um den Zugang zu den Bitcoins zu erhalten, die der dahinterliegenden public adress zugeordnet werden. 

Die public adress wird nun mathematisch bzw. kryptografisch vom private key abgeleitet. Diese Berechnung ist vergleichsweise einfach. Es lässt sich jedoch andersherum nicht der private key errechnen wenn nur die public adress bekannt ist. Dies kann man mit der Situation der Berechnung einer Quersumme vergleichen: Möchte man die Quersumme (public adress) von einer Zahl berechnen, muss man nur die Summe der Ziffernwerte zusammenzählen. Die Quersumme (public adress) der Zahl 378 ist somit 18. Aus der Zahl 18 lässt sich jedoch andersherum jedoch nicht eindeutig die Ausgangszahl errechnen. Neben 378 haben auch z.B. die Zahlen 99, 288, 459 oder 783 die Quersumme 18. Auch im Bereich der Kryptowährungen ist die mathematische bzw. kryptografische Verbindung so gewählt, dass eine Berechnung der private keys aus der public adress praktisch ausgeschlossen ist.

Diesen Mechanismus zu verstehen, ist besonders wichtig, um die Funktion von Kryptowährungen nachvollziehen zu können.

Genau genommen, erhält man die public adress jedoch erst dadurch, dass zunächst aus dem private key der sog. public key erzeugt wird. Aus diesem public key wird dann algorithmisch die public adress abgeleitet. Daraus folgt, dass derjenige, der den private key nicht besitzt, keine Überweisungen von Kryptowährungen des entsprechenden Kontos autorisieren kann. 

Man kann sich den private key also so vorstellen wie eine Art Unterschrift. Diese ist allerdings kaum zu fälschen, da nur eine einzige Person sie authentisch ausführen kann. Jede Überweisung von Kryptowährungen wird mit dem private key "unterschrieben", ohne dass dieser dabei in die Hände einer anderen Person oder Institution gegeben wird. Dadurch kann sich der Überweisende legitimieren.

auf diesem ild rkennt man einen private K.